Fellwechsel beim Pferd – 7 tolle Tipps für die Gesundheit

Fellwechsel beim Pferd – 7 starke Tipps für Gesundheit & Pflege
Der Fellwechsel beim Pferd ist ein natürlicher Prozess, der zweimal im Jahr auftritt: im Frühjahr und im Herbst. Gerade der Herbst-Fellwechsel bringt viele Herausforderungen mit sich, da Dein Pferd von einem leichten Sommerfell in ein dichtes Winterfell wechselt. Dieser Vorgang ist für das Tier anstrengend, kostet Energie und beansprucht den gesamten Stoffwechsel. Für Dich als Pferdebesitzer:in bedeutet das, dass Du in dieser Zeit besonders aufmerksam sein solltest.
Während der Fellwechsel für gesunde, junge Pferde meist problemlos verläuft, haben ältere Tiere, solche mit Vorerkrankungen oder schwachem Immunsystem oft größere Schwierigkeiten. Der Stoffwechsel muss Höchstleistungen erbringen, um genügend Keratin und Haarwachstum zu gewährleisten. Gleichzeitig steigt der Energiebedarf, und das Immunsystem wird anfälliger für Infekte.
In diesem Artikel zeigen wir Dir, welche Maßnahmen in Bezug auf Fütterung, Pflege und Haltung wichtig sind. Du erfährst, warum Spurenelemente wie Zink und Selen eine große Rolle spielen, wie Parasitenkontrolle im Herbst wirkt und wie Du durch einfache Routinen Dein Pferd im Fellwechsel optimal unterstützt.
Warum der Fellwechsel beim Pferd so fordernd ist
Der Fellwechsel beim Pferd ist ein natürlicher Prozess, der zweimal im Jahr auftritt: im Frühjahr und im Herbst. Gerade der Herbst-Fellwechsel bringt viele Herausforderungen mit sich, da Dein Pferd von einem leichten Sommerfell in ein dichtes Winterfell wechselt. Dieser Vorgang ist für das Tier anstrengend, kostet Energie und beansprucht den gesamten Stoffwechsel. Für Dich als Pferdebesitzer:in bedeutet das, dass Du in dieser Zeit besonders aufmerksam sein solltest.
Während der Fellwechsel für gesunde, junge Pferde meist problemlos verläuft, haben ältere Tiere, solche mit Vorerkrankungen oder schwachem Immunsystem oft größere Schwierigkeiten. Der Stoffwechsel muss Höchstleistungen erbringen, um genügend Keratin und Haarwachstum zu gewährleisten. Gleichzeitig steigt der Energiebedarf, und das Immunsystem wird anfälliger für Infekte.
In diesem Artikel zeigen wir Dir, welche Maßnahmen in Bezug auf Fütterung, Pflege und Haltung wichtig sind. Du erfährst, warum Spurenelemente wie Zink und Selen eine große Rolle spielen, wie Parasitenkontrolle im Herbst wirkt und wie Du durch einfache Routinen Dein Pferd im Fellwechsel optimal unterstützt.
Warum der Fellwechsel beim Pferd so fordernd ist
Der Fellwechsel beim Pferd wird durch die Tageslichtlänge gesteuert. Mit kürzer werdenden Tagen im Herbst signalisiert das Gehirn dem Körper, mehr Fell zu produzieren. Dabei steigen die Stoffwechselaktivitäten deutlich an. Der Körper benötigt Eiweiß, Energie und bestimmte Spurenelemente, um den Fellwechsel erfolgreich zu meistern.
Besonders anstrengend ist dieser Prozess, weil er häufig mit anderen Belastungen zusammenfällt: Abweiden im Herbst, veränderte Temperaturen, weniger Bewegung und das Risiko von Koliken. Pferdehalter:innen berichten oft, dass ihre Tiere während des Fellwechsels müder wirken oder sogar leicht an Gewicht verlieren.
Stoffwechsel im Herbst – Energiebedarf steigt
Der Fellwechsel beim Pferd benötigt bis zu 20 % mehr Energie als sonst. Vor allem bei älteren Pferden oder solchen mit Stoffwechselproblemen (z. B. EMS oder Cushing-Syndrom) ist es wichtig, die Fütterung anzupassen. Hochwertiges Raufutter bleibt die Basis, sollte aber mit mineralstoffreichen Ergänzungen aufgewertet werden.
Auch Proteine spielen eine Rolle: Ohne Eiweiß kein Fellwachstum. Hier sind besonders leicht verdauliche Eiweißquellen wichtig, wie Luzerne oder spezielle Eiweißfuttermittel für Pferde.
Tabelle: Nährstoffe für den Fellwechsel beim Pferd
| Nährstoff | Wirkung beim Fellwechsel | Quellen im Futter |
|---|---|---|
| Eiweiß | Aufbau neuer Haare | Luzerne, Soja, spezielles Eiweißfutter |
| Zink | Keratinbildung, Haut- und Fellgesundheit | Mineralfutter, Kürbiskerne |
| Selen | Immunabwehr, Schutz vor oxidativem Stress | Mineralfutter, Selenhefe |
| Biotin | Fell- und Hufqualität | Bierhefe, spezielle Ergänzungen |
| Omega-3-Fette | Entzündungshemmend, glänzendes Fell | Leinsamen, Leinöl, Fischöl |
Ernährung gezielt für den Fellwechsel beim Pferd anpassen – was Dein Pferd jetzt braucht
Die Fellwechsel beim Pferd-Phase ist die Zeit, in der Du Deine Fütterung noch genauer überprüfen solltest. Viele Pferde profitieren von einem Mineralfutter mit erhöhtem Zink- und Selenanteil. Biotin unterstützt nicht nur das Fell, sondern auch die Hufe, die im Herbst durch feuchte Böden stärker beansprucht werden.
👉 Lies dazu auch unseren Artikel Muskelverhärtung beim Pferd, in dem wir zeigen, wie gezielte Fütterung die Muskulatur unterstützt.
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Haut- und Fellpflege im Herbst
Neben der Ernährung ist die Pflege beim Fellwechsel beim Pferd entscheidend. Pferde haaren oft stark, was Haut und Bürsten gleichermaßen belastet. Regelmäßiges Putzen hilft nicht nur, lose Haare zu entfernen, sondern regt auch die Durchblutung an. Besonders beliebt sind Massagebürsten, die gleichzeitig das Wohlbefinden steigern.
Tägliches Putzen ist in dieser Phase kein Luxus, sondern notwendig. Achte auf Hautreizungen oder kahle Stellen – sie können auf Mangelerscheinungen oder Parasiten hinweisen.
Bewegung und Haltung während des Fellwechsels
Bewegung unterstützt den Stoffwechsel und damit den Fellwechsel. Pferde, die im Herbst viel draußen bewegt werden, haaren schneller und gleichmäßiger. Zudem stärkt Bewegung das Immunsystem und beugt Kreislaufproblemen vor.
👉 Tipps für die kalte Jahreszeit findest Du im Artikel Pferd winterfit machen, in dem wir erklären, wie Du Dein Pferd auch bei sinkenden Temperaturen gesund hältst.
Immunsystem stärken – natürliche Unterstützung
Ein geschwächtes Immunsystem ist während des Fellwechsels ein häufiges Problem. Viele Pferde werden anfälliger für Infekte, Husten oder Hautkrankheiten. Unterstützen kannst Du Dein Pferd durch Futter mit hohem Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Kräuter wie Echinacea oder Hagebutten sind natürliche Booster für das Immunsystem.
Besondere Risiken für ältere Pferde
Senioren haben es im Fellwechsel schwerer, da ihr Stoffwechsel langsamer arbeitet. Viele verlieren an Gewicht oder wirken matt. Hier hilft eine energiereiche, aber leicht verdauliche Fütterung. Ergänzend sind Mineralien wie Zink, Selen und Biotin besonders wichtig.
👉 Mehr dazu findest Du in unserem Artikel Kolik beim Pferd vermeiden, da ältere Pferde gerade im Herbst ein erhöhtes Kolikrisiko haben.
Rolle von Spurenelementen wie Zink und Selen
Zink ist für die Keratinbildung unentbehrlich, Selen unterstützt die Abwehrkräfte. Fehlen diese Spurenelemente, zeigt sich das schnell im Fell: Es wirkt stumpf, brüchig oder der Fellwechsel zieht sich in die Länge. Ein gutes Mineralfutter mit organisch gebundenen Spurenelementen ist daher Pflicht.
Parasitenkontrolle im Herbst
Während des Fellwechsels sind Pferde anfälliger für Parasiten. Milben und Läuse finden in dichtem Fell ideale Bedingungen. Deshalb sollte die Parasitenkontrolle im Herbst besonders gründlich erfolgen. Entwurmen nach Kotprobe und regelmäßige Fellkontrollen sind wichtige Maßnahmen.
Decken oder nicht? – Entscheidung beim Fellwechsel
Viele Halter:innen fragen sich, ob sie ihr Pferd im Fellwechsel eindecken sollen. Grundsätzlich gilt: Gesunde Pferde brauchen in der Regel keine Decke, da das Winterfell von Natur aus schützt. Sportpferde, die im Winter geschoren werden, benötigen allerdings passende Decken, um Temperaturschwankungen auszugleichen. Wichtig ist, dass die Decke atmungsaktiv ist und gut sitzt.
Praxisbeispiel – Stute Bella im Fellwechsel
Bella, eine 15-jährige Warmblutstute, zeigte im Herbst deutlich mehr Müdigkeit und fraß schlechter. Nach Rücksprache mit dem Tierarzt wurde die Fütterung umgestellt: Zusätzlich zu Heu bekam sie ein Mineralfutter mit hohem Zink- und Selenanteil sowie Leinöl. Innerhalb weniger Wochen besserte sich ihr Zustand: Das Fell glänzte, Bella nahm wieder zu und der Fellwechsel verlief harmonischer.
Fazit: Mit Geduld und Pflege durch den Fellwechsel
Der Fellwechsel beim Pferd ist für jedes Tier eine Herausforderung, aber mit der richtigen Unterstützung kein Problem. Ernährung, Pflege, Bewegung und ein stabiles Immunsystem sind die entscheidenden Faktoren. Mit Geduld, regelmäßiger Beobachtung und gezielter Hilfe kannst Du Deinem Pferd diese Zeit deutlich erleichtern.
FAQ – Häufige Fragen zum Fellwechsel beim Pferd
Warum ist der Fellwechsel beim Pferd so anstrengend?
Weil der Stoffwechsel stark beansprucht wird und viele Nährstoffe benötigt werden.
Welche Nährstoffe sind besonders wichtig?
Vor allem Eiweiß, Zink, Selen, Biotin und Omega-3-Fettsäuren.
Soll ich mein Pferd eindecken?
Nur, wenn es geschoren ist oder sehr empfindlich reagiert.
Wie oft sollte ich putzen?
Am besten täglich, um lose Haare zu entfernen und die Hautdurchblutung zu fördern.
Können Krankheiten im Fellwechsel häufiger auftreten?
Ja, Infekte und Hautprobleme treten in dieser Zeit häufiger auf.
Hilft Bewegung beim Fellwechsel?
Ja, Bewegung kurbelt den Stoffwechsel an und unterstützt den Fellwechsel.
Brauchen Senioren besondere Unterstützung?
Ja, sie benötigen energiereiches Futter und mehr Spurenelemente.
Kann ich mit Kräutern unterstützen?
Ja, Hagebutten oder Echinacea sind wertvolle natürliche Ergänzungen.