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26.11.2025

Wie Du Trennungsangst beim Hund überwindest – 7 tolle Tipps

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Trennungsangst beim Hund - warum sie so häufig vorkommt

Viele Halter:innen sind überrascht, wie oft Trennungsangst beim Hund vorkommt. Tatsächlich gehört dieses Verhalten zu den weltweit häufigsten Verhaltensproblemen. Ein Grund dafür ist, dass Hunde als soziale Lebewesen darauf ausgelegt sind, in enger Nähe zu ihrer Bezugsperson zu leben. Wenn ein Hund alleine bleiben soll, braucht er Sicherheit, Vertrauen und Training – doch viele Hunde bekommen genau das zu wenig. Besonders Hunde aus dem Tierschutz, Hunde, die früh viel Stress erlebt haben, oder solche, die sehr stark auf ihre Menschen fixiert sind, entwickeln leichter Ängste.

Auch die Zeit der Lockdowns hat einen deutlichen Einfluss. Viele junge Hunde waren in den ersten Lebensmonaten nie wirklich alleine und hatten kaum Gelegenheit zu lernen, dass das Alleinsein sicher ist. Wenn dieser frühkindliche Lernbaustein fehlt, entsteht schnell Trennungsstress beim Hund, weil er nicht einschätzen kann, ob seine Bezugsperson zurückkommt. Ein weiterer Faktor sind unklare Abläufe im Alltag: Wenn Menschen unruhig gehen, sich emotional verabschieden oder hektisch zurückkehren, entsteht Nervosität.

Trennungsangst entsteht also nicht aus „Ungehorsam“, sondern aus echter Unsicherheit. Ein Hund, der Angst hat, leidet. Er kann nicht rationell denken und zeigt Stresssymptome, die für ihn schwer auszuhalten sind: Winseln, Bellen, Hecheln, Zerstören oder Unruhe. Das ist kein Trotz, sondern ein Hilferuf. Wer versteht, wie eng emotionale Bindung, frühe Erfahrungen und Lernprozesse zusammenhängen, erkennt schnell, warum so viele Hunde Probleme mit dem Alleinbleiben haben.

Ursache Bedeutung Einfluss auf Trennungsangst beim Hund
Fehlende frühkindliche Gewöhnung Hund lernt Alleinsein nicht Höheres Risiko
Starke Bindung Hund fühlt sich abhängig Unsicherheit beim Gehen
Tierschutz-Hintergrund Traumata möglich Erhöhte Angstbereitschaft
Pandemie-Sozialisation Wenig allein geblieben Stress beim ersten Alleinsein
Unklare Tagesabläufe Hund erkennt Muster nicht Erhöhte Nervosität

Wie Trennungsangst entsteht und welche Auslöser typisch sind

Trennungsangst beim Hund entsteht fast immer durch eine Kombination aus Anlage, Erlebnissen und Alltag. Manche Hunde bringen genetisch ein höheres Stresslevel mit, während andere besonders sensibel oder unsicher sind. Ein Hund allein erlebt oft nicht nur die Abwesenheit seines Menschen, sondern auch Geräusche, Bewegungen und Reize, die er nicht einordnen kann. Wenn er kein Grundgefühl von Sicherheit hat, führt diese Unsicherheit schnell zu Stress.

Auch der Alltag spielt eine entscheidende Rolle. Wenn ein Hund nie lernt, kurze Momente des Alleinseins auszuhalten, kann er in späteren Lebensphasen extrem reagieren. Viele Hunde entwickeln Trennungsstress, weil ihre Bezugspersonen unbewusst zu viel Aufmerksamkeit beim Gehen oder Zurückkommen geben. Ein dramatischer Abschied oder eine übermäßig emotionale Begrüßung verstärken das Gefühl, dass das Alleinsein eine Ausnahmesituation ist.

Ein häufiger Auslöser ist auch Überforderung. Hunde, die viel Stress in anderen Bereichen ihres Lebens haben – etwa durch Lärm, Konflikte mit anderen Tieren oder hektische Abläufe – reagieren stärker, wenn sie plötzlich allein sind. Schmerz, Krankheit oder hormonelle Veränderungen können die Angst zusätzlich verstärken. Für den Hund fühlt sich das Alleinsein dann nicht nur ungewohnt an, sondern bedrohlich.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Hunde, die lange mit ihren Menschen zusammen sind, etwa durch Homeoffice oder Rentenalltag, sind manchmal schlicht zu selten allein. Ohne regelmäßige Übung verliert ein Hund seine Fähigkeit zur Entspannung in deiner Abwesenheit.

Auslöser Wirkung Folge für den Hund
Unsichere Bindung Hund fühlt sich verloren Angst beim Alleinsein
Überforderung Zu viele Reize Stressreaktionen
Fehlendes Training Hund kennt Alleinsein nicht Panikverhalten
Krankheit/Schmerz Verminderte Belastbarkeit Verstärkte Angst
Emotionale Abschiede Hund spürt Anspannung Erwartungsstress
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Woran du erkennst, dass dein Hund echte Trennungsangst hat

Nicht jeder Hund allein leidet unter Trennungsangst. Manche Hunde langweilen sich einfach, andere haben ein hohes Aktivitätslevel. Echte Trennungsangst beim Hund erkennst du daran, dass das Verhalten unmittelbar nach deinem Gehen einsetzt – oft schon in den ersten Minuten. Ein Hund mit Trennungsstress  zeigt starke körperliche und emotionale Reaktionen, auch wenn du nur aus der Tür gehst oder kurz vor der Wohnung wartest.

Zu den typischen Anzeichen gehören Bellen, Jaulen, Winseln, Zerstören von Gegenständen, Unruhe, Hecheln, Sabbern, Kratzen an Türen oder sogar das Lösen in der Wohnung, obwohl der Hund eigentlich stubenrein ist. Diese Verhaltensweisen sind kein Ungehorsam. Sie entstehen, weil der Hund in Panik gerät. Viele Halter:innen glauben, der Hund „protestiere“, doch das stimmt nicht. Panik ist keine Entscheidung – es ist ein Schutzmechanismus.

Eine große Hilfe ist der Einsatz einer Kamera. Viele Halter:innen staunen, wie schnell der Stress wirklich beginnt. Ein Hund, der innerhalb der ersten Minuten der Abwesenheit unruhig herumläuft, an der Tür steht, fiept oder hechelt, zeigt bereits deutliche Zeichen einer Angstreaktion. Ein weiterer Hinweis: Der Hund lässt sich nach deiner Rückkehr schwer beruhigen oder zeigt sehr intensive Begrüßungen.

Wichtig ist, Trennungsangst klar von Langeweile zu unterscheiden. Ein gelangweilter Hund wird erst nach einiger Zeit aktiv, zeigt weniger Panikverhalten und wirkt nicht körperlich gestresst. Ein Hund mit echter Angst zeigt dagegen Symptome sofort und wirkt wie „außer sich“.
Verhalten Bedeutung Hinweis auf Trennungsangst beim Hund
Stress in den ersten Minuten Frühstart der Panik Starker Verdacht
Lautäußerungen Heulen/Bellen Emotionale Not
Zerstörung Türen, Möbel Versuch zu entkommen
Körperliche Symptome Hecheln, Sabbern Hoher Stresslevel
Übermäßige Begrüßung Unruhe/Bellen Angstabbau nach deiner Rückkehr
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Wie du deinem Hund entspanntes Alleinsein beibringst

Um Trennungsangst beim Hund nachhaltig zu lösen, braucht es einen klaren, sanften Trainingsplan. Viele Hunde haben nie gelernt, in Ruhe zu bleiben, wenn ihre Bezugsperson geht. Ein Hund alleine fühlt sich dann schnell überfordert, weil er nicht versteht, was passiert oder ob du zurückkommst. Deshalb beginnt das Training immer in Mini-Schritten. Dein Hund muss erst lernen, dass kleine Momente deiner Abwesenheit keine Gefahr darstellen. Das Ziel ist nicht, ihn „tapfer“ zu machen, sondern seine Sicherheit zu stärken.

Beginne damit, kurze Abstände in der Wohnung zu üben. Gehe einige Sekunden in einen anderen Raum und komme ruhig zurück. Kein großes Drama, weder beim Gehen noch beim Wiederkommen. Die Neutralität deiner Körpersprache vermittelt Sicherheit. Sobald dein Hund entspannt bleibt, kannst du die Dauer langsam erhöhen. Ein Hund mit Trennungsstress  muss diese Mini-Schritte oft hunderte Male wiederholen, bevor er sich sicher fühlt. Geduld ist hier entscheidend.

Wenn du zur Tür gehst, zieh den Trainingsprozess nicht in die Länge. Kleine Rituale helfen: Schuhe anziehen, Schlüssel nehmen, Tür auf und wieder zu – aber alles ohne emotionale Aufladung. Nutze außerdem eine Kamera, damit du das Verhalten objektiv beobachten kannst. So erkennst du, ob dein Hund wirklich entspannt bleibt oder bereits erste Stressanzeichen zeigt.

Sobald dein Hund gelernt hat, einige Minuten entspannt zu bleiben, kannst du die Phasen langsam erweitern. Wichtig: Das Training sollte immer unterhalb der Stressgrenze stattfinden. Zeigt dein Hund Unruhe, musst du eine Stufe zurückgehen. Mit dieser sanften Methode lernt der Hund, dass Alleinsein sicher und vorhersagbar ist – und genau das nimmt ihm die Angst.

Trainingsschritt Ziel Bedeutung für Trennungsangst beim Hund
Kurze Abwesenheit Sicherheit schaffen Hund bleibt ruhig
Türsignale üben Nähe zur Alltagssituation Weniger Auslöser
Kameraeinsatz Kontrolle über Stresslevel Realistische Einschätzung
Dauer steigern Selbstvertrauen Stabilere Routinen
Stressfreie Rückkehr Ruhe vermitteln Weniger Erwartungsdruck
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Wie du den Alltag erleichterst, wenn dein Hund nicht alleine bleiben kann

Wenn Trennungsangst beim Hund bereits stark ausgeprägt ist, kann der Alltag schnell belastend werden – für Hund und Mensch. Dein Hund fühlt sich überfordert, sobald er alleine bleiben soll. Und du musst deine Termine, Verpflichtungen und Wege ständig anpassen. In dieser Phase ist es wichtig, die Bedürfnisse deines Hundes ernst zu nehmen, ohne dich selbst zu überfordern. Ein Hund alleine braucht klare Strukturen, denn Vorhersehbarkeit reduziert Stress.

Plane zunächst eine Tagesroutine, die deinem Hund Sicherheit gibt. Wiederkehrende Abläufe wie Füttern, Spazierengehen, Ruhezeiten und Beschäftigung helfen, Unruhe zu reduzieren. Hunde mit Trennungsstress profitieren besonders von mentaler Auslastung. Nasenarbeit, Futterspiele oder leichte Trickübungen beruhigen das Nervensystem und sorgen für ein ausgeglichenes Verhalten. Ein müder Geist ist oft stabiler als ein müder Körper.

Auch soziale Unterstützung ist wichtig. Wenn möglich, bitte Freund:innen, Nachbarn oder Dogwalker, für einige Wochen auszuhelfen, damit dein Hund nicht unter Druck gerät. Ein Hund, der Angst hat, braucht keine stundenlange Überforderung, sondern kleine Erfolgserlebnisse. Manchmal ist es sinnvoll, im Training eine Phase einzulegen, in der der Hund gar nicht alleine bleiben muss. So kann der Stresspegel sinken und das Training wieder wirksam werden.

Schaffe außerdem eine sichere Umgebung. Ein Hund allein fühlt sich wohler, wenn er Zugang zu seinem ruhigen Lieblingsplatz hat. Gedämpfte Geräusche, feste Liegeflächen und eine stressfreie Atmosphäre sind wichtig. Vermeide große Verabschiedungen, denn sie erhöhen den Erwartungsdruck. Ruhe, Struktur und viel Verständnis helfen dem Hund, wieder Vertrauen zu fassen.
Unterstützender Bereich Anpassung Nutzen für einen Hund mit Trennungsstress
Tagesstruktur Wiederkehrende Abläufe Mehr Sicherheit
Mentale Auslastung Suchspiele, Training Ruhigeres Verhalten
Soziales Netzwerk Unterstützung im Alltag Weniger Überforderung
Umgebung Ruhige Plätze Gefühl von Schutz
Erwartungen Druck reduzieren Mehr Entspannung

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Typische Fehler, die Trennungsstress beim Hund verschlimmern

Viele Fehler entstehen unbewusst – und sie verschlimmern Trennungsangst beim Hund, obwohl Halter:innen eigentlich helfen wollen. Ein besonders häufiger Fehler ist, den Hund „einfach mal durchhalten zu lassen“. Diese Methode führt nicht dazu, dass der Hund lernt, alleine zu bleiben. Stattdessen steigt der Stresspegel immer weiter. Ein Hund alleine, der Angst hat, kann diese Situation nicht rational verarbeiten. Er entwickelt Panik, und Panik verstärkt sich bei Wiederholung.

Ein weiterer Fehler ist ein emotionaler Abschied. Viele Menschen sind nervös, wenn sie gehen müssen, und ihre Körpersprache verrät es. Hunde reagieren sehr sensibel auf diese Signale. Wenn du gestresst bist, glaubt dein Hund, er müsse ebenfalls angespannt sein. Genauso problematisch ist eine übermäßige Begrüßung. Der Hund lernt dann, dass Alleinsein eine belastende Phase ist, die mit einem emotionalen Höhepunkt endet. Dadurch entsteht ein Kreislauf aus Erwartungsstress.

Unregelmäßige Abläufe wirken ebenfalls negativ. Ein Hund braucht Klarheit. Wenn du an einem Tag lange weg bist, am nächsten nur kurz, danach wieder gar nicht – fehlt ihm die Orientierung. Auch falsche Sicherungen wie Boxen, die nicht richtig aufgebaut sind, oder Versuche, ihn durch Ablenkung „zu überlisten“, führen selten zu langfristigen Erfolgen.

Strafen sind besonders schädlich. Ein Hund mit Trennungsstress beim Hund versteht Strafen nicht. Er weiß nicht, dass sein Verhalten während deiner Abwesenheit gemeint ist. Für ihn kommst du einfach zurück und reagierst unvorhersehbar negativ. Das zerstört Vertrauen und verstärkt die Angst.

Ein fairer, ruhiger und wiederholbarer Trainingsprozess ist der einzige Weg, dem Hund langfristig zu helfen.

Fehler Warum es schadet Bessere Alternative
„Durchhalten lassen“ Stresspegel steigt Kleinschrittiges Training
Emotionale Abschiede Erhöhte Nervosität Ruhiges, neutrales Gehen
Unregelmäßige Zeiten Keine Orientierung Feste Struktur
Strafen Vertrauensverlust Positive Verstärkung
Überforderung Angstverstärkung Mini-Erfolgserlebnisse

Wie du die Bindung stärkst, um Trennungsangst beim Hund langfristig zu reduzieren

Eine stabile Bindung ist einer der wichtigsten Faktoren, um Trennungsangst beim Hund nachhaltig zu überwinden. Viele Hunde fühlen sich unsicher, sobald sie ein Hund alleine sein sollen, weil sie nicht gelernt haben, sich innerlich zu beruhigen. Eine sichere Bindung bedeutet nicht, dass dein Hund ständig Nähe braucht. Im Gegenteil: Sie sorgt dafür, dass dein Hund Vertrauen entwickelt – Vertrauen darin, dass du immer zurückkommst. Dieses Gefühl ist entscheidend für die emotionale Stabilität eines Hundes.

Bindung entsteht durch verlässliches Verhalten, klare Kommunikation und viel Ruhe im Alltag. Wenn du deinem Hund zeigst, dass du in allen Situationen souverän bleibst, beginnt er, sich an deiner inneren Stabilität zu orientieren. Hunde spiegeln unsere Emotionen sehr stark. Wenn du entspannt wirkst, fällt es deinem Hund leichter, ebenfalls ruhig zu bleiben, sogar wenn Trennungsstress vorhanden ist.

Rituale sind ein weiterer Baustein für Bindungssicherheit. Gemeinsame Spaziergänge, kleine Trainingsmomente und vorhersehbare Abläufe geben Orientierung. Ein Hund mit Trennungsstress beim Hund braucht dieses Gefühl von Vorhersehbarkeit besonders stark. Je klarer der Alltag strukturiert ist, desto weniger Stress entsteht in Situationen, in denen er allein bleiben muss.

Mentale Auslastung spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Ein geistig ausgelasteter Hund kann besser entspannen. Kurze Spieleinheiten zur Nasenarbeit, Denkaufgaben oder ruhige Tricks stärken die Zusammenarbeit zwischen euch und fördern Vertrauen. Gleichzeitig reduzieren sie Stress, weil der Hund lernt, Aufgaben selbstständig zu lösen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist dein eigener Umgang mit Emotionen. Hunde reagieren sensibel auf Stimmungen. Wenn du dich schuldig fühlst oder nervös bist, wenn dein Hund alleine bleiben soll, überträgt sich das direkt. Ein ruhiger, wertschätzender Umgang stärkt die Bindung, ohne den Hund zu überfordern.

Eine sichere Bindung ist kein „Klammern“, sondern ein Fundament. Je stabiler dieses Fundament ist, desto eher kann ein Hund gelassen bleiben, wenn du das Haus verlässt. Die Bindung schafft innere Ruhe – und genau diese Ruhe braucht ein Hund, der Trennungsangst überwinden soll.

Bindungsfaktor Wirkung Vorteil für einen Hund mit Trennungsangst
Verlässlichkeit Sicherheit Weniger Unsicherheit
Rituale Struktur Bessere Orientierung
Mentale Auslastung Selbstvertrauen Weniger Stress
Emotionale Ruhe Stabilität Mehr Gelassenheit
Souveränes Verhalten Führung Stärkere Bindung

Wann professionelle Hilfe nötig ist

Es gibt Situationen, in denen Trennungsangst beim Hund so stark ausgeprägt ist, dass Training allein nicht mehr ausreicht. Manche Hunde geraten in echte Panik, sobald sie merken, dass sie ein Hund alleine sein sollen. Diese Panik zeigt sich nicht nur im Verhalten, sondern auch körperlich: Zittern, starkes Hecheln, extreme Unruhe, schmerzhaftes Sabbern oder sogar Selbstverletzungen. In solchen Fällen sollte man schnell professionelle Hilfe nutzen, damit der Hund nicht dauerhaft leidet.

Eine sehr gute Anlaufstelle sind zertifizierte Hundetrainer:innen, die sich auf Problemverhalten spezialisiert haben. Diese Fachpersonen erkennen schnell, ob es sich um Trennungsstress beim Hund oder ein anderes Problem handelt, etwa Unsicherheit, geringe Frustrationstoleranz oder allgemeine Stressanfälligkeit. Ein strukturiertes Verhaltenstraining hilft, Angst zu reduzieren und den Hund stabiler zu machen. Dabei wird das Training individuell angepasst.

Auch tierärztliche Verhaltenstherapeut:innen können eine große Unterstützung sein. Sie untersuchen, ob körperliche Ursachen wie Schmerzen, hormonelle Störungen oder neurologische Probleme an der Angst beteiligt sind. Ein Hund, der körperliche Beschwerden hat, reagiert sehr viel stärker, wenn er allein sein soll. In schweren Fällen kann eine Kombination aus Training und begleitender Medikation sinnvoll sein. Medikamente sind keine „Abkürzung“, sondern eine Unterstützung, um dem Hund die Möglichkeit zu geben, überhaupt lernfähig zu sein.

Wichtig ist, sich nicht zu schämen, wenn man Hilfe braucht. Trennungsangst beim Hund ist ein komplexes Thema und entsteht selten aus Erziehungsfehlern. Der Hund leidet – und Hilfe zu holen, zeigt Verantwortung. Viele Halter:innen berichten, dass sich bereits nach wenigen Wochen professionelle Begleitung große Fortschritte ergeben.

Art der Unterstützung Einsatzgebiet Nutzen für den Hund
Hundetrainer:in Verhaltenstraining Struktur & Sicherheit
Verhaltenstherapie Medizinische Abklärung Reduktion körperlicher Ursachen
Medikamentöse Begleitung Schwere Angst Entlastung für Lernfähigkeit
Tierschutzberatung Problemhintergrund Verständnis der Vorgeschichte
Alltagscoaching Umsetzung zuhause Stabile Routinen

Fazit – wie du deinem Hund Sicherheit zurückgibst

Wenn du verstehst, was Trennungsangst beim Hund wirklich bedeutet, kannst du deinem vierbeinigen Freund gezielt helfen. Ein Hund leidet nicht aus Trotz oder „weil er dich manipulieren will“. Ein Hund, der Angst hat, wenn er alleine bleiben soll, zeigt damit seine tiefste Unsicherheit. Trennungsangst ist ein Ausdruck von Bindung – aber auch von einem fehlenden Gefühl von Sicherheit. Mit Geduld, Verständnis und gutem Training kannst du diese Angst Schritt für Schritt reduzieren.

Wichtig ist, dass du kleine Fortschritte wahrnimmst und nicht erwartest, dass dein Hund über Nacht entspannt bleibt. Ein Hund mit Trennungsstress braucht Zeit, um positive Erfahrungen zu sammeln. Je stabiler eure Routinen sind, desto leichter kann er entspannen. Wenn du Ruhe ausstrahlst, klare Signale gibst und ihn nicht überforderst, lernt er, dass deine Abwesenheit keine Gefahr bedeutet. Kleine Trainingseinheiten, sanfte Alltagshilfen und eine sichere Umgebung schaffen Vertrauen und stärken eure Bindung.

Trennungsangst ist ein Prozess, der Geduld und Verständnis erfordert. Doch wenn du deinen Hund begleitest und ihm zeigst, dass du verlässlich zurückkehrst, wird er mit der Zeit gelassener. Viele Hunde entwickeln sich unter liebevoller Anleitung zu echten Alleinbleiben-Profis. Deine Unterstützung macht für ihn den entscheidenden Unterschied.

Ein Hund, der gelernt hat, sich sicher zu fühlen, wenn er allein ist, kann sein Leben entspannter und glücklicher genießen – und du ebenso.

Was wichtig ist Bedeutung Wirkung auf den Hund
Geduld Stressfreie Lernzeit Weniger Angst
Struktur Vorhersehbarkeit Mehr Sicherheit
Sanftes Training Positive Erfahrungen Ruhigeres Verhalten
Unterstützung Fachliche Begleitung Schnellere Fortschritte
Verständnis Emotionale Stabilität Stärkere Bindung

FAQ zu Trennungsangst beim Hund

Was ist Trennungsangst beim Hund?
Trennungsangst beim Hund ist eine emotionale Stressreaktion, die entsteht, wenn der Hund alleine bleiben muss und sich dabei unsicher, überfordert oder bedroht fühlt.

Woran erkenne ich Trennungsangst?
An Bellen, Jaulen, Hecheln, Sabbern, Unruhe, Zerstören, Indoor-Pinkeln oder Panikverhalten kurz nach dem Weggehen.

Wie lange dauert es, bis ein Hund entspannt alleine bleiben kann?
Das ist individuell. Manche Hunde brauchen Wochen, andere Monate. Kleinschrittiges Training ist entscheidend.

Kann man Trennungsstress beim Hund heilen?
Ja – in sehr vielen Fällen. Mit einem guten Trainingsplan, Geduld und der richtigen Unterstützung kann sich das Verhalten stark verbessern.

Soll ich meinen Hund ignorieren, wenn ich gehe?
Ein neutraler, ruhiger Abschied ist ideal. Komplettes Ignorieren ist nicht nötig. Drama sollte aber vermieden werden.

Hilft ein zweiter Hund gegen Trennungsangst?
Meist nicht. Die Angst bezieht sich nicht auf andere Hunde, sondern auf die Bezugsperson. Ein zweiter Hund ist selten eine Lösung.

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